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Amnesty International - eine globale Bewegung

Von der Öffentlichkeit gehört, von Menschenrechtsverletzern gefürchtet: Amnesty International ist eine weltweite, von Regierungen, politischen Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen unabhängige Mitgliederorganisation. Auf Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wendet sich Amnesty gegen schwer wiegende Menschenrechtsverletzungen. Amnesty ist Teil einer Bewegung, in der Menschen zusammenkommen, um sich gemeinsam gegen Menschenrechtsverletzungen einzusetzen - und zwar nicht abstrakt, sondern ganz konkret und für Tausende, die in Gefahr sind. 1977 erhielt Amnesty International den Friedensnobelpreis.

Die Stärke von Amnesty liegt im freiwilligen Engagement von mehr als drei Millionen Menschen weltweit: Junge und Alte verschiedenster Nationalitäten und Kulturen beteiligen sich. Sie alle bringen unterschiedliche religiöse und politische Einstellungen und Lebenserfahrungen mit. Aber alle setzen ihre Kraft und Fantasie ein für eine Welt ohne Menschenrechtsverletzungen. Sie engagieren sich für die Opfer und unterstützen und schützen Menschenrechtsverteidiger. Jeder kann sich an unseren Aktionen beteiligen und Veränderungen bewirken.

Das Credo von Amnesty International lautet: „Du kannst!“

Amnesty International ist in über 100 Ländern vertreten. In Deutschland engagieren sich rund 100.000 UnterstützerInnen in 700 lokalen Gruppen, Jugend-, Länder- und Themenkoordinationsgruppen mit Amnesty für die Verteidigung der Menschenrechte. Amnesty International finanziert sich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Regierungsgelder nimmt Amnesty nicht an, um finanziell und politisch unabhängig zu bleiben.

Internationaler Generalsekretär: Kumi Naidoo

Kumi Naidoo

Kumi Naidoo: © Amnesty International

Kumi Naidoo kommt aus Südafrika und setzt sich seit Jahrzehnten für soziale Gerechtigkeit ein. 1965 in Durban geboren, organisierte er bereits mit 15 Jahren eine Protestveranstaltung gegen die Apartheid, wegen der er von der Schule verwiesen wurde.


Danach engagierte er sich intensiv in seiner örtlichen Gemeinschaft und organisierte Massenproteste gegen das Apartheidregime. Mit 21 Jahren musste sich Kumi Naidoo vor Gericht verantworten – man warf ihm vor, die Regeln des jahrelangen Ausnahmezustands von Juli 1985 verletzt zu haben. Er sah sich gezwungen, unterzutauchen, und ging ins britische Exil. Dort blieb er, bis Nelson Mandela freikam und die Befreiungsbewegungen wieder erlaubt wurden.


Mit dem Niedergang des Apartheidregimes kehrte Naidoo 1990 nach Südafrika zurück, um mit dem African National Congress zusammenzuarbeiten. Dort wandte er sich einem Herzensprojekt zu: Bildung, genau genommen Alphabetisierungskampagnen für Erwachsene sowie Wählerschulungen, um Personengruppen zu stärken, die systematisch in der Geschichte Südafrikas entrechtet worden waren.


Kumi Naidoo bewies sich in vielerlei Hinsicht als starke Führungsperson. Es war seine Rolle als Geschäftsführer von Greenpeace International, die ihm den Ruf als couragierter Aktivist einbrachte, der auch vor zivilem Ungehorsam nicht zurückschreckt. 2011 wurde er festgenommen, weil er aus Protest gegen Ölbohrungen in der Arktis auf eine Ölplattform in Grönland geklettert war, um eine Petition zu übergeben. Ein Jahr später besetzte er eine Ölplattform in der Barentssee in der russischen Arktis.


In seiner jüngsten Funktion war er Mitbegründer und vorläufiger Vorsitzender der Organisation Africans Rising for Justice, Peace, & Dignity. Die Gruppe hat sich mit Gewerkschaften, Glaubensgemeinschaften und der Zivilgesellschaft zusammengeschlossen, um etwas daran zu ändern, dass die Bevölkerung in Afrika trotz des Wirtschaftswachstums auf dem gesamten Kontinent keinen Anteil an diesem größeren Wohlstand und Einfluss spürt.