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Gruppe 1483

 

Wer wir sind

Derzeit besteht unsere Gruppe aus ca. 10 Mitgliedern im Alter von 25 bis 45 Jahren. Wir treffen uns regelmäßig im Abstand von drei Wochen im Amnesty Bezirksbüro in Flingern. Schwerpunktmäßig setzen wir uns innerhalb der Gruppe mit den Entwicklungen im Land Myanmar auseinander. Dabei haben wir in der Vergangenheit bereits mehrere Einzelfälle gewaltloser politischer Gefangener aus Myanmar betreut und ihre Freilassung feiern können. Als vertiefendes inhaltliches Thema möchten wir uns zukünftig mit der Situation von Kindersoldaten innerhalb des süd-ost-asiatischen Landes auseinandersetzen.

Du möchtest Kontakt zu unserer Gruppe aufbauen? Derzeit treffen wir uns jeweils montags um 19:30 Uhr. Melde dich gerne bei uns per Mail und erfahre, wann das nächste konkrete Gruppentreffen ist. Wir freuen uns auf dich!

gruppensprecher@amnesty-1483.de  

 

Was wir machen

/Wir betreuen Einzelfälle und setzen uns für die Verbesserung ihrer Lebenssituationen ein

/Wir nutzen Gelegenheiten zur Öffentlichkeitsarbeit in Düsseldorf

/Wir verfassen Briefe und Petitionen

/Wir sammeln Unterschriften

/Wir betreuen Informationsstände

/Wir veranstalten themenspezifische Kultur- und Infoabende

/Wir akquirieren Spendengelder

/Wir unterstützen die RedHandAktion

Was wir aktuell machen

Jährlich wiederkehrende Veranstaltungen:

/Düsseldorfer Brückenlauf

/Tag der Arbeit, DGB-Fest

/Zakk-Straßenfest

/UNICEF-Kinderfest

Derzeitige Einzelfälle:

Dr. Tun Aung (Myanmar) ist frei! Wir freuen uns über seine Freilassung und setzen uns weiter für die Freilassung inhaftierter politischer Gefangener aus Myanmar ein.

 

 

 

 

Vergangene Aktivitäten:

 

"MYANMAR im Aufbruch?"

Amnesty International möchten mittels zweier Filmabende auf das Land und die aktuelle Situation vor Ort aufmerksam machen. Besuchen Sie uns! Bei Fragen schreiben Sie bitte an: gruppensprecher@amnesty-1483.de

 

 

 

 

Einladung Vortragsabend Myanmar - Seite 1

Einladung Myanmar Vortragsreihe - Seite 2

Mo 01.06.2015, 19:30 Uhr

Menschenrechte in Myanmar - Die Situation von Kindersoldat_innen und Kindern im bewaffeneten Konflikt

 

Myanmar gilt als das Land mit den meisten Kindersoldaten weltweit. Trotz Waffenstillstandsverhandlungen gibt es weiter massive bewaffnete Auseinandersetzungen in einigen ethnischen Gebieten wie dem Kachin-Staat und dem Shan-Staat mit Tausenden von Toten und Vertriebenen. Sowohl die staatliche Armee als auch oppositionelle bewaffnete Gruppen rekrutieren weiter systematisch Minderjährige. Sie werden deshalb seit Einführung der sogenannten „Liste der Schande“ des UN-Generalsekretärs (seit 2003) dort jaehrlich als „andauernde Täter“ („persistent perpetrators“) angeprangert, die Kinderrechte schwerwiegend verletzen und Kinder rekrutieren. Die staatliche Armee hat 2012 einen UN-Aktionsplan unterschrieben, in dem sie sich verpflichtet, alle Minderjährigen in ihren Reihen zu entlassen und keine mehr zu rekrutieren, doch bei der Umsetzung gibt es große Schwierigkeiten. Über Fortschritte und Rückschläge beim Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten in Myanmar berichtet Ralf Willinger von der Kinderrechtsorganisation terre des hommes.

 

Ralf Willinger ist Referent für Kinderrechte beim Kinderhilfswerk terre des hommes in Osnabrück, Sprecher des Deutschen Bündnis Kindersoldaten und Mitglied im Vorstand der Watchlist on Children in Armed Conflict. Seine Themenschwerpunkte sind Kinder in bewaffneten Konflikten, Kindersoldaten, Waffenexporte und friedliche Alternativen zu Krieg und Gewalt. Mit Menschenrechtsarbeit und Kampagnen wie der Aktion Rote Hand setzt er sich für diese Themen ein - sowohl in Deutschland als auch, zusammen mit terre des hommes-Partnerorganisationen, in Ländern wie Myanmar, Indien, El Salvador, Brasilien und Kolumbien.

 

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Bereits vorbei:

Mi, 15.04.2015, 19:30 Uhr Myanmar als Reisende und Helfende – Was erlebe ich vor Ort?

 

Die Vortragsreihe „Myanmar im Aufbruch?“ möchten wir gezielt mit Düsseldorfer Protagonisten beginnen. Unsere Gäste haben vielfältige Erfahrungen mit dem Land Myanmar und dessen Bewohnerschaft gewinnen können. Diese möchten Sie gerne an alle interessierten Teilnehmenden weitergeben. Der Abend setzt dabei auf die beiden folgenden Schwerpunkte:

 

1) Darf man in ein Land reisen, dass seit Jahrzehnten im Griff einer Militärdiktatur ist? Seit auch Aung San Suu Kyi, Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionsführerin, den vorsichtigen Wandel und die damit einhergehende Öffnung Myanmars für ausländische Touristen begrüßt, hieß für uns die Antwort: ja. Wir wollten uns ein Bild davon machen, wie die Menschen in einem Land leben, das als Goldenes Land gerühmt, in letzter Zeit aber eher durch Mönchsproteste und Umweltkatatstrophen bekannt geworden ist. Von diesen Eindrücken berichten wir in der Amnesty-International-Reihe zu Myanmar.

Ulf Gräber ist Mitglied von Amnesty International und war bis 2014 Bezirkssprecher in Düsseldorf. Anfang 2015 konnte eine Reise nach Myanmar realisiert werden. Wir freuen uns auf die frischen Eindrücke eines Menschenrechtlers, aber auch auf die eines Touristen.

 

2) Im Jahr 2004 wurde in Düsseldorf der Verein „action myanmar – Hilfe für Entwicklungsländer e.V.“ gegründet. Der gemeinnützig anerkannte und etablierte Verein spezialisiert sich auf medizinische Hilfe im Land vor Ort. Die Entwicklungszusammenarbeit geschieht dabei direkt mit Ärzt-/innen vor Ort. Medizinisches Equipment, Spenden und Medizin werden vor Ort als Hilfeleistungen eingebracht.

Die Vereinsgründung erfolgte durch Dr. med. Werner und Mallu Heller. Beide aus Düsseldorf, beide regelmäßig in Myanmar tätig und beide für unseren Vortragsabend in den Veranstaltungsräumen von Amnesty International mit dabei.

Wir freuen uns auf spannende Einblicke in die konkrete Zusammenarbeit zwischen dem Verein und den Akteuren in Myanmar. Werner und Mallu Heller werden von Ihren Erfahrungen berichten und dabei natürlich einen Einblick in die aktuelle Lebenssituation der Bevölkerung von Myanmar geben können.

Weitere Informationen zum Verein finden Sie hier: www.actionmyanmar.org/

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Mo, 27.04.2015 19:30 Uhr

Apartheidstaat Myanmar - Religiöse und ethnische Spannungen im Land

 

Apartheidstaat Myanmar?

Das Land ist zum weltweiten Vorzeigeprojekt geworden. Die Gleichung lautet: Wahlen plus Marktöffnung gleich Demokratie und Menschenrechte. Die Kehrseite der Medaille: Die soziale Schere geht immer weiter auseinander. Preise für Land und Lebensmittel sind drastisch gestiegen. Für Staudämme, Bergbau und Sonderwirtschaftszonen müssen tausende von Kleinbauern ihr Land aufgeben. Immer größere Teile der Bevölkerung verarmen und sind verunsichert.

Dass mit Wahlen noch keine demokratischen Verhältnisse eingekehrt sind, bekommen vor allem die muslimischen Minderheiten zu spüren, ganz besonders die 1,3 Millionen Angehörigen der Rohingya. Mabatha, ein Zusammenschluss buddhistischer Mönche „zum Schutz der Nation und der Religion“ warnt vor einer „schleichenden Islamisierung“ Myanmars und fordert die Bevölkerung auf, keine Geschäfte mit Muslimen zu machen und sie gesellschaftlich zu isolieren. Seit 2012 üben buddhistische Fundamentalisten auch brachiale Gewalt gegen die muslimische Minderheit aus, verbrennen Dörfer, zerstören Moscheen und töten. Allein im nördlichen Rakhine-Staat leben seitdem mehr als 140.000 Menschen, mehrheitlich Rohingya, unter menschenunwürdigen Bedingungen in Flüchtlingscamps.

Auf Hilfe von der Regierung dürfen die Rohingya nicht hoffen. Im Gegenteil: Sie erläßt diskriminierende Gesetze, die den Rohingya das Wahlrecht absprechen und sie in ihrer Mobilität und Berufswahl einschränken. Die Oppostionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi schweigt. Für die Wahlen Ende 2015 ist sie wie alle Parteien auf die Stimmen der buddhistischen Mehrheit angewiesen, bei der die muslimische Minderheit niedriger im Kurs steht denn je.

Auch der Westen hält sich zurück und beschränkt sich auf lauwarme Ermahnungen, denn die Regierung in Myanmar soll nicht verschreckt werden: Das Land verfügt über reiche Kupfer- und Erdgasvorkommen, die über Handelsabkommen zugänglich gemacht werden sollen.

Zur Person: Gerhard Klas ist Journalist (WDR, DLF, SWR) und Buchautor. Im Januar war er in Myanmar, hat mehrere Flüchtlingscamps besucht und mit Rohingya, Anhängern der buddhistischen Fundamentalisten, Politikern, UN- und NGO-Mitarbeitern, Wissenschaftlern und kritischen Intellektuellen gesprochen.